Entwicklungshilfeprojekt

Entwicklungshilfeprojekt 2020/21 der Pfarrei und Kirchgemeinde Küssnacht und der Kirchgemeinde Merlischachen

Im Herbst beginnt jeweils ein neues Entwicklungshilfeprojekt. Dieses Jahr ist es in Peru angesiedelt. 2015/16 war unser Pfarrei-Entwicklungshilfe-Projekt die Schule «Una Sonrisa de Amor», die von Liliana und Benno Frei-Lozano in Trujillo/Peru gegründete Volksschule. Diese ist inzwischen von der lokalen Kirche übernommen worden. Das Ehepaar Frei wohnt jetzt wieder in Küssnacht. Von hier aus nehmen die beiden jedoch weiterhin die Verantwortung für die Finanzierung ihrer anderen in Trujillo ins Leben gerufenen Projekte wahr — zusammen mit dem von ihrer Tochter und deren Freundeskreis gegründeten Verein «USDA Schweiz».
Im Mittelpunkt steht da ein Selbsthilfeprojekt für Mütter in Armenvierteln von Trujillo. Die Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen zieht in jener Gegend Nord-Perus viele Familien vom Land in die Stadt. Kaum angekommen vermissen diese jedoch im Armenviertel-Gürtel um die Stadt das soziale Netz der Grossfamilie, die auf dem Land immer wieder die Rolle einer einfach vorhandenen Absicherung übernahm. — In den Armenvierteln sind viele Frauen alleinerziehend, oder der Vater vermag die Familie nur notdürftig
über die Runden zu bringen. Und so etwas wie staatliche Sozialhilfe gibt es nicht. Frauen und Männer finden am ehesten Arbeit in der Landwirtschaft rund um Trujillo — als Taglöhner. Doch wer so arbeitet, ist vom Morgengrauen bis weit in den Abend hinein abwesend und die Kinder bleiben so ohne Betreuung.

 

Um den Frauen eine Einkommensmöglichkeit in Heimarbeit zu bieten, wurde 2006 ein Projekt im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe gegründet: In sogenannten Lern-Ateliers («Talleres») lernen Frauen, lokal verkäufliche oder auch für den Export geeignete Produkte herzustellen resp. Dienstleistungen anzubieten. Das in den Kursen Gelernte (Z.B. Herstellen von Schmuck, Gebäck oder Strickwaren. Aber auch Haarschneiden und Kosmetik, Vorbereiten und Durchführen von Kinderfesten in der Stadt unten, in Familien des Mittelstandes) vermarkten die Frauen in Trujillo selbst. Die geschicktesten Strickerinnen sind inzwischen in einer Gruppe organisiert, welche ihre Mützen, Schals und Decken in die Schweiz exportiert, wo die 2011 von Michèle Buschor-Frei gegründete GmbH «CARAMBA» sie online oder über eine ganze Reihe von Verkaufsstellen anbietet (Verkaufsstellen in Küssnacht: Rigi Sport und Talstation Seebodenalpbahn).
Diese Lern-Ateliers begannen in einem der Armenviertel Trujillos und werden inzwischen, auf Bitte der dortigen Bevölkerung, auch in anderen Randzonen angeboten. Unterrichtende sind oft Handarbeitslehrerinnen: Da die Schule in Peru nur bis 13.00 Uhr dauert, verdienen sich jene paar vom Staat minimal bezahlten Lehrerinnen in diesen Nachmittagskursen einen willkommenen Zusatzverdienst. 2019 nahmen 159 Frauen an den Schulungen teil. Durch zusätzliche finanzielle Mittel kann das Projekt wachsen und es können mehr Frauen mit ihren Familien davon profitieren.

Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich!

Spenden an das Konto des Kath. Pfarramt, Pfarrhausplatz 1, 6403 Küssnacht: Raiffeisenbank Rigi, 6430 Schwyz
IBAN CH26 8080 8003 8041 3399 6
Vermerk: Entwicklungshilfeprojekt Peru