Projekte


Entwicklungshilfeprojekt 2016/2017 der Pfarrei und Kirchgemeinde Küssnacht

Aufbauhilfe in Syrien

Syrien – ein Land im Bürgerkrieg
Seit über fünf Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Weil die kirchlichen Strukturen oft als einziges noch funktionieren, haben Seelsorgeteam, Kirchen- und Pfarreirat beschlossen, mit dem diesjährigen Entwicklungshilfeprojekt die Kirche in Syrien zu unterstützen. Pfarrer Werner Fleischmann kennt Patriarch Gregorios III. persönlich. Patriarch Gregorios ist das Oberhaupt der griechisch-melkitischen Kirche. Einer Kirche also, die einen andern Ritus hat als die römisch-katholische, von ihr aber als gleichberechtigte Kirche anerkannt wird.

Im Oktober 2016 war Patriarch Gregorios persönlich in Küssnacht, um hier in Predigt und Vortrag über die Situation in Syrien zu berichten.

Materielle Not
Wie gross die materielle Armut ist, zeigt ein kleines Beispiel, welches Patriarch Greogrios anlässlich seines Besuches in Küssnacht erzählte: Er könne, so sagte der Patriarch, nie Brot essen ohne an jenes Kind zu denken, das einmal ein winziges Stückchen von seinem Brot abgebrochen habe. Auf die Frage des Patriarachen, warum es denn ein so kleines Stück abbreche, sagte das Kind: „Wenn ich mehr esse, habe ich morgen nichts mehr.“

Ein paar Zahlen: Zu Beginn des Konflikts verteilte das griechisch-melkitische Patriarchat an 350 Familien Nothilfepakete, inzwischen sind es über 8000 Familien, die auf diese Nothilfe angewiesen sind. Allein für Lebensmittel braucht es monatlich 15‘000 Dollar. Dazu kommen Löhne, Verwaltungs- und Transportkosten, Zuschüsse für Mieten oder Reparaturen. Die Zahl der Bedürftigen steigt ständig an. Viele Häuser sind ganz oder teilweise zerstört, abgebrannt, geplündert.

Der Kriegt tötet die Seelen
Die äussere Zerstörung und die materielle Armut sind das eine. Schlimmer noch ist, dass der jahrelange Krieg tiefe Spuren hinterlässt bei den Menschen. „Der Krieg tötet die Seelen,“ sagte Patriarch Greogrios.

Bis zum Kriegsausbruch vor fünf Jahren lebten Christen und Muslime friedlich neben- und miteinander. Erst das Eingreifen des IS radikalisierte viele Muslime, sodass Christen heute allein aufgrund ihrer Religion getötet werden. Der Bürgerkrieg verschont niemanden, aber die Christen sind in besonderer Weise betroffen, weil sie eine kleine Gruppe sind, die nicht in der Lage ist, sich zu verteidigen. Rund 150 Kirchen wurden zerstört, etwa 3 Millionen Kinder sind ohne Schule, weil ihre Schulhäuser nicht mehr existieren. Rund 450’00 Christen, so schätzt Patriarch Gregorios, sind auf der Flucht.

Wie wird geholfen
Neben der akuten Nothilfe versucht man, da und dort neue Arbeitsplätze zu schaffen. Einige bedürftige Familien erhalten Darlehen, damit sie kleine Unternehmen aufziehen und ihren Lebensunterhalt wieder selber bestreiten können. Handwerker werden unterstützt, indem man ihnen Werkzeuge zur Verfügung stellt. Imkerei und Landwirtschaft werden aktiv gefördert, um den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen.

So soll den Menschen Mut gemacht werden, im Land zu bleiben. Die Spenden, welche wir im Rahmen des Entwicklungshilfeprojektes sammeln, werden direkt an Patriarch Gregorios überwiesen.

Spenden an das Sparkonto des Kath. Pfarramtes: Schwyzer Kantonalbank -
IBAN CH07 0077 7000 0551 83093 – Vermerk: Syrien



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